Wochenruhezeit
Hallo Kolleginnen und Kollegen,

unsere flexiblen Arbeitszeiten werden durch die Lenk- und
Ruhezeiten geregelt. Diese Verordnung ist nicht gemacht worden
um uns in unserer endlosen Kreativität im Umgang mit den
Lenk- und Ruhezeiten auszubremsen oder unserem grenzenlosen
Engagement für die Firma Einhalt zu bieten.

Es geht schlicht und einfach um ...

Die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleisten, den Schutz
vor gesundheitlichen Gefährdungen ermöglichen und faire
Wettbewerbsbedingungen schaffen - eine Basis für alle die
im Güter- oder Personenverkehr tätig sind. National und
International haben also Unternehmer und Fahrer/innen die
Regeln in der Verordnung zu den Lenk- und Ruhezeiten zu
beachten und die dafür vorgeschriebenen Kontrollgeräte zu
benutzen.

Die Wochenruhezeit ist geregelt in der
Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Rates vom 15. März 2006

Artikel 8

(6) In zwei jeweils aufeinander folgenden Wochen hat der
Fahrer mindestens folgende Ruhezeiten einzuhalten:
– zwei regelmäßige wöchentliche Ruhezeiten oder
– eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit und eine reduzierte
wöchentliche Ruhezeit von mindestens 24 Stunden.

Die Woche ist definiert von Montag 00:00 Uhr bis Sonntag 24:00 Uhr.
Nach Sechs-24 Stunden Zeiträumen, die zu einem beliebigen Zeitpunkt
beginnen können folgt eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit von
45 Stunden oder eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit von mindestens
24 Stunden.

In Bezugnahme auf einen Zwei-Wochen-Zeitraum kann die wöchentliche
Ruhezeit NICHT beliebig verteilt werden. Eine wöchentliche Ruhezeit
ist spätestens nach sechs 24-Stunden Zeiträumen einzulegen. Zur
Beurteilung von ordnungsgemäß eingehaltener Ruhezeit ist eine
Übersicht des Gesamtzeitraumes notwendig.
Hier wieder die letzten 28 Tage betrachten.

Wird der Sechs-24 Stunden Zeitraum unterbrochen, also schon eher
eine Ruhezeit genommen, beginnt danach die Zählweise Sechs mal 24
Stunden Zeitraum wieder neu. Dadurch kann eine Ruhezeit "mitgezogen"
werden in die Folgewoche.

Wichtig ist dabei ...
Pro Woche ist nur eine regelmäßige (45 Std.)oder verkürzte (24 Std.)
erforderlich.
Pro Doppelwoche sind dagegen mind. eine regelmäßige und eine verkürzte
vorgeschrieben. (Achtung Ausgleich beachten)

Eine reduzierte Wochenruhezeit muss durch eine gleichwertige Ruhepause
ausgeglichen werden, die ohne Unterbrechung vor dem Ende der dritten Woche
nach der betreffenden Woche genommen werden muss. Dieser Ausgleich ist
an eine andere, mindestens 9-stündige (oder mehr) Ruhezeit anzuhängen.


Beispiel:
Beginnen wir z.B. in der Woche 1 am Montag 8:00 Uhr dann sind die
Sechs-24 Stunden Zeiträume spätestens am Sonntag 8:00 Uhr beendet.
Jetzt muss eine wöchentliche Ruhezeit folgen. Wenn aber die Woche
definiert ist von Montag 00:00 Uhr bis Sonntag 24:00 Uhr, dann bleiben
im genannten Beispiel weder am Anfang noch am Ende des Sechs mal
24-Stunden Zeitraumes keine 24 oder 45 Stunden mehr, die eine verkürzte
oder regelmäßige Ruhezeit ergeben würden.
Jetzt greift die sog. "Überlappung".
D.h. die Ruhezeit wird entweder der Woche 1 oder der Woche 2 zugeordnet.
Aber Achtung!
Nur für eine der beiden Wochen darf dann diese Ruhezeit gezählt werden.






Bei allen möglichen Überlappungen oder anderen Anwendungen der
wöchentlichen Ruhezeiten ist darauf zu achten, dass das Soll der
wöchentlichen Ruhezeiten (mit Ausgleichszeitraum spätestens vor Ablauf
der dritten auf die Verkürzung folgenden Woche) im Durchschnitt
45 Stunden - oder mehr - ergibt.

Betrachten wir den Sonderfall 12-Tage Regel
Hier ist zu beachten, erst nach einer regelmäßigen Wochenruhezeit
(mind. 45 Std.) darf die 12-Tage Regelung in Anspruch genommen werden.
Nach Beendigung der 12 Tage müssen zwei regelmäßige (mind. 90 Std.)
oder eine regelmäßige plus verkürzte (mind. 69 Std.) genommen werden.
Bei letzterer die Ausgleichspflicht beachten!

Empfohlen wird außerdem den 24-stündigen Aufenthalt im Ausland innerhalb
der ersten sechs 24-Stunden Zeiträume zu nehmen. Möglicherweise registriert
sonst das Digi einen Verstoß gegen die Wochenruhezeit.

Ruhezeit ist im übrigen eine Zeit über die ein Fahrer frei verfügen kann.
Dies gilt auch für die tägliche Ruhezeit oder die Lenkzeitunterbrechungen.
Eine verkürzte wöchentliche Ruhezeit (24 Std.) darf im Fahrzeug verbracht
werden wenn eine Schlafkabine vorhanden ist - eine regelmäßige
Wochenruhezeit (45 Std. und mehr) dagegen nicht!



Zwischen zwei Wochenruhezeiten können max. Sechs-24 Stunden Zeiträume
liegen. Hier ist aber zu beachten das die höchstzulässigen Ausnahmen ...

- max. 2 x 10 Stunden Tageslenkzeit in der Woche
- tägliche Ruhezeiten von mind. 11 Stunden bis zu 3 x reduziert
auf 9 bis 11 Stunden
- Ruhezeitsplitting
- und Ruhezeit (mind. 9 Std:) der Mehrfahrerbesatzung nicht als
verkürzt gilt
- und natürlich die höchst zulässigen Lenkzeiten
(Stichwort Wochenlenkzeit oder Lenkzeit in der Doppelwoche)

... alle auf die Woche von Montag 00:00 Uhr bis Sonntag 24:00 Uhr
bezogen sind. Bei flexibler Gestaltung der Fahraufträge die über das
Wochenende hinaus gehen sind entsprechende Wochenhöchstzeiten zu
beachten. Sechs-24 Stunden Zeiträume müssen nicht immer mit einer Woche
identisch sein.

Hier eine Beispiel-Grafik zur Erläuterung einer Aufteilung der
Wochenruhezeit über 4 Wochen. Bekanntermaßen sind 28 Tage die rechnerische
Grundlage für alle Aktivitäten eines Fahrers/in.



       
Infos zu Lenk- und Ruhezeiten
 

NEU am 02.10.2016

Einführungstermin Kontrollgeräte

2. Generation


NEU am 25.07.2016

Neue VO (EU) 2016/403

Gültig ab 01.01.2017


NEU am 06.01.2016

Fahrerkarte auslesen

Aktualisiert


Neu 03. Okt 2016

Aktualisierte Fassung

manueller Nachtrag


NEU - am 02. März 2016

VO (EU) 165/2014

tritt vollständig

in Kraft

Werbung
 
Grüße aus Berlin
 

Zeit müsste man haben ...
 
Information Bildbeiträge
 

30.01.2017 - 7. Treffen

bei MAN in Plauen

unter Fahrerschulung

Fahrgäste Gesamt
 

Heutige Hits 12

Gesamtanzahl Hits 533191

Besucher Heute 1

Gesamtanzahl Besucher 168904

 

=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=
Dies ist eine private Webseite -------- Danke für deinen Besuch --- IP