Positionsbestimmung und allgemeine oder persönliche Daten
                                                                                   erstellt 08.10.2016

Unabhängig von der Konfiguration des intelligenten Fahrtenschreibers mit oder ohne externer GNSS-Ausrüstung ist die Bereitstellung präziser und verlässlicher Positionsbestimmungsinformationen eine wesentliche Voraussetzung für den effektiven Betrieb des intelligenten Fahrtenschreibers.

Die ganze Sache läuft also über Ort und Zeit


Bei der von einer VU zur Ermittlung ihrer Position genutzten GNSS-Ausrüstung kann es sich um ein internes (d. h. in das VU-Gehäuse fest integriertes) oder externes Modul (EGF) handeln. Im ersten Fall ist es nicht nötig, die interne Kommunikation zwischen GNSS-Ausrüstung und VU zu standardisieren. Im zweiten Fall muss die Kommunikation zwischen VU und externer GNSS-Ausrüstung standardisiert und geschützt werden.

Für jede Fahrzeugeinheit und Fahrtenschreiberkarte müssen zwei eindeutige ECC-Schlüsselpaare erzeugt werden, die als VU_MA und VU_Sign bezeichnet werden. Für jede Fahrtenschreiberkarte wird ein eindeutiges ECC-Schlüsselpaar unter dem Namen Card_MA erzeugt.
Zusätzlich wird für jede Fahrerkarte und jede Werkstattkarte ein zweites eindeutiges ECC-Schlüsselpaar unter dem Namen Card_Sign erzeugt.
Die Schlüsselpaare sind ausschließlich dazu zu verwenden, die gegenseitige Authentisierung und Sitzungsschlüsselvereinbarung
gegenüber Fahrzeugeinheiten durchzuführen.

Diese Zertifikate haben eine begrenzte Gültig.

Bei Fahrtenschreiberkarten sind es für das ECC-Schlüsselpaar unter dem Namen Card_MA-Zertifikat 5 Jahre.
Bei Fahrtenschreiberkarten sind es für das ECC-Schlüsselpaar unter dem Namen Card-Sign-Zertifikat 5 Jahre und 1 Monat.

Die erweiterte Gültigkeitsdauer (1 Monat) hat den Hintergrund das das Herunterladen von Daten einer Fahrerkarte bis 28 Tage nach Aufzeichnung der letzten Tage möglich sein muss.

Aber nicht nur VU (Fahrzeugeinheit) und Fahrtenschreiberkarten haben ein Schlüsselpaar oder Zertifikat ...
... auch die DSRC (Dedizierte Nahbereichskommunikation) bekommt diesen Schlüssel.
Dieser wird aller 17 Jahre durch die Europäische Wurzel-Zertifizierungsstelle (ERCA) erzeugt und erneuert.

Kommen wir zur Fernabfrage

In der Verordnung (EU) Nr. 165/2014 ist festgelegt, dass der Fahrtenschreiber mit einer Fernkommunikationsfunktion ausgestattet sein muss, durch die Mitarbeiter der zuständigen Kontrollbehörden Fahrtenschreiberinformationen vorbeifahrender Fahrzeuge mithilfe eines Fernabfragegeräts (REDCR) über DSRC-Schnittstellen eine Drahtlosverbindung herstellen können.

Hierbei muss betont werden, dass diese Funktion lediglich als Vorfilter dienen soll, um Fahrzeuge zur näheren Prüfung auszuwählen, und nicht das formelle Prüfverfahren gemäß der Verordnung (EU) Nr. 165/2014 ersetzt. Die Fernkommunikation zwischen Fahrtenschreiber und Kontrollbehörden zu Straßenkontrollzwecken soll die Durchführung gezielter Straßenkontrollen erleichtern.
Der Zugang zu den übertragenen Daten ist auf die Kontrollbehörden beschränkt, die ermächtigt sind, Verstöße gegen die Verordnungen (EG) Nr. 561/2006 und (EU) Nr. 165/2014 zu überprüfen, und auf Werkstätten, soweit ein Zugang für die Überprüfung des ordnungsgemäßen Funktionierens des Fahrtenschreibers erforderlich ist.
    
Bei der Kommunikation dürfen nur Daten übertragen werden, die für die Zwecke der gezielten Straßenkontrolle von Fahrzeugen notwendig sind, deren Fahrtenschreiber mutmaßlich manipuliert oder missbraucht wurde.

... und jetzt wird es interessant

Alle verfügbaren Daten werden als allgemein oder persönlich klassifiziert. Auf persönliche Daten darf nur zugegriffen werden, wenn das Einverständnis des Fahrers vorliegt, dass die persönlichen Daten des Fahrtenschreibers das Fahrzeugnetzwerk zugunsten von Drittanbieteranwendungen verlassen dürfen.
Die Zustimmung des Fahrers wird beim ersten Einstecken einer bestimmten Fahrer- oder Werkstattkarte gegeben, die der Fahrzeugeinheit  zu diesem Zeitpunkt unbekannt ist; hierzu wird der Karteninhaber aufgefordert, der Ausgabe persönlicher Fahrtenschreiberdaten über die  optionale ITS-Schnittstelle zuzustimmen.
Der Zustimmungsstatus (aktiviert/deaktiviert) wird im Speicher des Fahrtenschreibers aufgezeichnet.
Bei mehreren Fahrern werden nur die persönlichen Daten derjenigen Fahrer mit der ITS-Schnittstelle ausgetauscht, die hierzu ihre Zustimmung gegeben haben. Gibt es beispielsweise zwei Fahrer für ein Fahrzeug und hat nur einer von ihnen zugestimmt, dass seine persönlichen Daten weitergegeben werden, so werden die persönlichen Daten des anderen Fahrers nicht weitergegeben.

Es werden also allgemeine und/oder persönliche Daten abgerufen.

Folgende Daten gelten als allgemein ...

- vom Fahrtenschreiber verfügbare Daten
- Daten zu aufgezeichneten Ereignissen
- Daten zu aufgezeichneten Störungen

Folgende Daten gelten als persönlich ...

- vom Fahrtenschreiber verfügbare Daten
- GNSS-Daten (immer persönlich)
- als persönlich eingestufte Daten zu aufgezeichneten Ereignissen
- durch den Hersteller zur Verfügung gestellte Daten

Wie bereits angegeben, übermittelt die VU-Schnittstelle nur dann persönliche Daten, wenn der Fahrer hierzu seine ausdrückliche  Zustimmung gegeben hat. Andernfalls muss die Anforderung automatisch zurückgewiesen werden.

UND das ist das interessante daran ... wenn ich das richtig interprediere kann bei nicht erteilter Zustimmung
z.B. eine Geschwindigkeitsüberschreitung NICHT abgefordert werden.

Ebenfalls stellt sich hier die Frage was pssiert eigentlich (Nachteile) wenn ein Fahrer/in seine Zustimmung nicht erteilt.

Vermutlich nichts ... denn die Fernabfrage dient ja laut der Verordnung (EU) Nr. 165/2014 dazu, um Fahrzeuge zur näheren Prüfung auszuwählen, deren Fahrtenschreiber mutmaßlich manipuliert oder missbraucht wurden.



 MIT ZUSTIMMUNG DES FAHRERS

Vereinfacht gesagt sind das erst mal alle Daten die nach dem einstecken einer gültigen Fahrerkarte erzeugt werden.
Dazu gehören aber auch Lenken ohne geeignete Karte, Einstecken der Karte während des Lenkens und Geschwindigkeitsüberschreitung.

 OHNE ZUSTIMMUNG DES FAHRERS

Das sind überwiegend Ereigniscodes oder Störungsmeldungen die bei Fehlern, Kartenkonflikt, Unterbrechung der Stromversorgung,
Kommunikationsfehler, Fehlende Positionsdaten, Versuch Sicherheitsverletzung, Zeitkonflikt, Karten- Gerätestörung erzeugt werden.
Infos zu Lenk- und Ruhezeiten
 

NEU am 02.10.2016

Einführungstermin Kontrollgeräte

2. Generation


NEU am 25.07.2016

Neue VO (EU) 2016/403

Gültig ab 01.01.2017


NEU am 06.01.2016

Fahrerkarte auslesen

Aktualisiert


Neu 03. Okt 2016

Aktualisierte Fassung

manueller Nachtrag


NEU - am 02. März 2016

VO (EU) 165/2014

tritt vollständig

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