Chemnitzer Modell
Das Chemnitzer Modell

Hallo Bus- und Bahnfreunde,
die älteste urkundliche Erwähnung von Chemnitz ist datiert auf 1143.
"Der Stein" oder "Kamjenica" kommt aus dem sorbischen.

1880 nahm die erste Pferdebahnstrecke in Chemnitz den Betrieb auf.

Chemnitz hatte von 1953 bis 1990 den Namen  Karl-Marx-Stadt.
Bekanntestes Wahrzeichen der Stadt ist das 1971 eingeweihte
                                  Karl-Marx-Monument.
Nach der ägyptischen Sphinx ist der "Nischel" (Volksmund) der
zweitgrößte freistehend modellierte Kopf der Welt.


Von der Königlichen Gewerbeschule zur Staatlichen Akademie für Technik,
dann Hochschule für Maschinenbau  und Technische Hochschule wurde sie
1986 in den Rang einer Technischen Universität erhoben - die TU.
Es studieren aktuell mehr als 10.000 Studenten in Chemnitz.


Aber zurück zum öffentlichen Verkehr ...
Eine Entscheidung die weitreichende Weichen gestellt hat, folgte 1960.
Der Stadtrat von K.-M.-Stdt. beschloss das schmalspurige Straßenbahnnetz
in Regelspur umzuwandeln. Damit wurde (möglicherweise unbewußt)
der Grundstein für das Chemnitzer Modell gelegt.


Eine Verknüpfung von Stadt und Umland mittels Schienenverbindung, Umsteigefrei
und mit Niederflurtechnik - eine Vision die bereits im Jahr 1992 in einer
ersten Machbarkeitsstudie definiert wurde. Gleisnetze der Chemnitzer Verkehrs-AG
und der DB AG auf einer einheitlichen Spurweite von Straßenbahn
und Eisenbahn nutzen - um Stadt und Umland zu verbinden.

Die Variobahn kommt von Stollberg und durchfährt die Zentralhaltestelle Richtung Hauptbahnhof ...


 
... direkt am Roten Turm vorbei, dem ältesten Wahrzeichen der Stadt Chemnitz.
Das erhalten gebliebene Bauwerk ist übrigens auch auf der Deutschlandausgabe
des Spiels "Monopoly" zu sehen.
 

Das Chemnitzer Modell nutzt Erfahrungen aus Karlsruhe im Aufbau einer
Stadt-Umland-Bahn. Die Pilotstrecke zwischen Chemnitz und Stollberg
sollte also die Machbarkeit und Praxistauglichkeit demonstrieren und hat
den Beweis erfolgreich angetreten.

Am 15. Dezember 2002 wurde dann die innerstädtischen Straßenbahnlinie 6
(Hauptbahnhof Chemnitz nach Altchemnitz) in Altchemnitz mit dem Eisenbahngleis verbunden um weiter bis zum Bahnhof  Stollberg zu fahren.
Diese Strecke stellt fahrzeugseitig einen vom Netz der Deutschen Bahn 
weitestgehend unabhängigen „Inselbetrieb“ dar. Die niederflurigen
Stadtbahnwagen mussten nun an die Erfordernisse des Eisenbahnbetriebs,
also von der BOStrab zur EBO, angepasst werden.
Über Technische Anpassungen siehe bitte unter Werkstatt Straßenbahn.

Hier der Übergang vom städtischen Gleis auf das Eisenbahngleis in Altchemnitz.
(ehemals Würschnitztalbahn)


Wagen 411 von Stollberg kommend, fährt in die Endstelle Altchemnitz, Richtung
Hauptbahnhof ein.


Hier fährt Wagen 416 schon auf Straßenbahngleisen in Richtung Stadtzentrum.



Seitens des Verkehrsverbundes Mittelsachsen als Aufgabenträger für den
Schienenpersonennahverkehr wird das Chemnitzer Modell nun weiterentwickelt.
Partner sind im Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen zusammengeschlossene
Gebietskörperschaften, insbesondere die VMS GmbH als Projektträger, aber auch
neben weiteren Verkehrsunternehmen die Chemnitzer Verkehrs-AG.

Die nächsten Schritte sind die Einbindung der Straßenbahngleise in den
Hauptbahnhof Chemnitz.


Die Außenhülle des Hauptbahnhof wird für die Einfahrt der Tram durchbrochen und Gleise werden dann in das Bahnhofsgebäude hineinführen. Hier noch im September 2011 das unversehrte Gebäude des Hauptbahnhof im Hintergrund ...


 
Kurze Zeit später ist die Fassade bereits "Durchsichtig" (März 2012)
 


 
... auch diese Gleise an der Rückseite des HBF liegen bereits an.



Im Bereich der heutigen Kopfbahnsteige 1- 4 sind die Baumaßnahmen
für eine Einfahrt der Straßenbahn im Gang.




Die Umsteigebeziehung zu den Nah- und Fernverkehrszügen wird grundlegend verbessert.





In mehreren Baustufen sollen bis zum Jahr 2019 mehrere Projekte fertiggestellt werden. Nach Fertigstellung der Einfahrt und Verbindung Straßenbahngleis/Eisenbahngleis im Chemnitzer Hauptbahnhof im Jahr 2013
soll die Durchbindung der Strecken aus Burgstädt und Mittweida erfolgen.
Es folgen die Einbindung der Strecken aus Thalheim, Hainichen, Annaberg-Buchholz
und Olbernhau.
Voraussichtlich 2019 wird dann die Anbindung von Limbach-Oberfrohna erfolgen.
Bis dahin fahren aber noch die Busse z.B. nach Limbach-Oberfrohna ...


Diese Linie endet noch am ZOB, oder Busbahnhof in Chemnitz. 2019 soll dann
die Straßenbahn von Limbach-Oberfrohna in den Hauptbahnhof einfahren.


Verschiedene Fahrzeugtypen wie Regiotrams, Niederflurbahnen oder Fahrzeuge
mit Hybridantrieb sichern also Mobilität auf höchstem Niveau bei der Erweiterung
des Chemnitzer Modells. Ähnlich wie in Altchemnitz wird über entsprechende Gleiskonstrukionen eine Verbindung zwischen beiden Netzen hergestellt.

Auf allen Strecken ist ein Mischbetrieb mit Vollbahnfahrzeugen vorgesehen.
Da die Strecken nicht oder "nur" mit Bahnstrom elektrifiziert sind, sind
Fahrzeuge mit Hybridantrieb vorgesehen. Das heißt, im Stadtbahnnetz wird
mit  Gleichspannung von 600 Volt und im Eisenbahnnetz mit Diesel gefahren.
Zehn solche Fahrzeuge wurden europaweit ausgeschrieben.

Der Theaterplatz mit Petrikirche und Opernhaus war 1993 Ort einer besonderen
Präsentation. Die eigens für die CVAG angeschafften fünf “Megashuttle” Busse,
eine Weltneuheit eines Doppelstock-Bus mit vier gelenkten Achsen
und 100 Sitzplätzen nahmen hier Aufstellung. Die Straßenbahn wird hier nicht durchfahren, aber vielleicht gibt es wieder eine Präsentation  ...
                          "Straßenbahn mit Hybridantrieb"
... die Gleise sind gleich gegenüber.

 

Ich bedanke mich für die Unterstützung mit Bildmaterial durch die
Chemnitzer Verkehrs AG.

Weiter geht es im Teil 2 ...

   

                  


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