Busfahrertreffen 2011 Plauen
 
Hallo Kolleginnen und Kollegen,
 
Der Beitrag "Sicherheitstraining für Busfahrer" wurde überarbeitet ...
 
 
Letzte Überarbeitung Text am 02.März 2014
Bilder neu eingestellt (Änderungen Signatur) am 02.03.2014
Letzte Überarbeitung Video (auf 16:9 geändert) am 23.Februar 2011
 
Entsprechend dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) müssen 
Fahrerinnen und Fahrer, die gewerblichen Güterkraft- oder Personenverkehr 
auf öffentlichen Straßen durchführen und die ihre Fahrerlaubnis der 
Klassen D1, D1E, D, DE, C1, C1E, C oder CE nach dem 10. September 2008 
(Personenverkehr) bzw. 10. September 2009 (Güterkraftverkehr) erworben 
haben, eine Grundqualifikation oder beschleunigte Grundqualifikation 
absolvieren. In diesem Zusammenhang bietet ein Praktischer Teil, nämlich 
ein Fahrsicherheitstraining immer eine besondere Möglichkeit für die 
Weiterbildung. Gerade im Güter- und Personenverkehr sind die täglichen 
Anforderungen an das Personal aber auch die Beherrschung des Fahrzeuges 
ein enorm wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Unternehmer und Fahrer sind 
also gut beraten im Rahmen der Weiterbildung solche Angebote zu nutzen.
 
In enger Zusammenarbeit zwischen dem Verkehrsinstitut Plauen GmbH und der 
Neoplan Akademie e.V. wird n.a. auch ein Sicherheitstraining für 
Omnibusfahrer angeboten. Weitere Informationen findet ihr auf der HP vom
Verkehrsinstitut Plauen.
 
Mitte Februar 2011 war es nun soweit, insgesamt 30 Reisebus-Fahrerinnen 
und Fahrer trafen sich für fast 3 Tage in Plauen um ein Fahrsicherheits
-training zu absolvieren. Die Stadt Plauen, 1122 erstmals urkundlich erwähnt, 
ist ein Oberzentrum im Südwesten des Freistaates Sachsen. Mit knapp 68.000 
Einwohnern ist sie die größte Stadt des Vogtlandes und die fünftgrößte Stadt 
im Freistaat.Mal kurz ein Blick auf den Marktplatz in Plauen.
  
 
In Plauen gibt es 5 Straßenbahnlinien und 4 Buslinien. 
Zentraler Umsteigepunkt ist der Postplatz.
 
 
 
Die Neoplan Omnibus GmbH Plauen, eines der im Ort Ansässigen Unternehmen
und ging 1991 aus einem Werk zur Reparatur von Ikarus-Bussen hervor und ist 
inzwischen der einzige deutsche Produktionsstandort der Marke. Hier erfolgen 
Karosseriemontage und Innenausbau der Busse City- oder Starliner. Die jährliche
Stückzahl bewegt sich um die 200 Reisebusse. Seit vielen Jahren besteht eine 
enge Zusammenarbeit mit der Verkehrsakademie.
 
 
Der Erste Tag begann mit einer Werksführung und Unterweisung zur Sicherheits-
technik am Bus. Sehr interessant gestaltete sich die Werksführung. Zu sehen 
wie ein Reisebus entsteht, von der Karosseriemontage bis zum Innenausbau ist 
schon etwas besonderes. Automatisiert ist dabei lediglich die Herstellung der 
Profile für den Aufbau und die Farbmischung für das äußere Erscheinungsbild 
des Busses. Der Rest ist Handarbeit. Vor uns lagen die Motoren oder der 
Kabelbaum in ihrer Jungfräulichkeit. Teile zum montieren warteten in Paletten 
oder Frontverkleidungen bekamen bereits ihren Lack. Wechseln die Busse ihren 
Standort im Werk, dann "reisen" diese Standesgemäß auf Luftkissen oder eben 
schon auf ihren eigenen "Füßen".
 
Hier wartet ein neuer City auf seine erste große Fahrt nach Österreich.

 
 
Am Abend erhielten wir dann noch eine kleine Stadtführung durch die 
Innenstadt von Plauen.
 
 
Der zweite Tag war der mit Spannung erwartete Tag für das Fahrsicherheits-
training. Ein Blick auf das Trainingsgelände bei unserer Ankunft. Zu sehen 
sind schon einige der Busse die nun den ganzen Tag unseren Fahrkünsten 
standhalten mussten.

 
Und so sah unser Fahrerarbeitsplatz an diesem Tag aus ... 
... hier der vom Cityliner

 
 
Bestechende Details mit Multifunktionslenkrad (MFL) und einer neuen Aufteilung 
der Bedienelemente. Links befinden sich alle Elemente für den Fahrer b.z.w. 
Fahrwerk und rechts die Bedienelemente für den Aufbau.
 
Es erfolgte eine Aufteilung in Gruppen - es standen uns 5 Neue Busse zur 
Verfügung, 2 Lions und 3 Cityliner. Im folgenden Video sehen wir wie eine 
sog. Schlagbremsung trainiert wird. D.h bei einer Geschwindigkeit von 
zuerst 30 Km/h und anschließend 60 Km/h wird voll in die "Eisen" gegangen. 
Aber warum - die Erklärung ist so einfach wie logisch - es geht um den 
Bremsweg. Bei einer Gefahrenbremsung ist jeder Meter den der Bus eher zum 
stehen kommt entscheidend. Wie reagiert das Fahrzeug, wie helfen mir die 
Bremsassistenten ABS / ASR und EBS? Was spielt sich im Fahrgastraum ab ...?
Fahrstabilität und Spurhaltung - wir konnten es live trainieren ...
 
 
Für die Fahrgäste im Bus besteht, insofern alle angeschnallt sind (Vorschrift!)
keine Gefährdung. Hier mal eine Mitfahrgelegenheit ...
 
 
Weiter ging es mit Rückwärts einparken und Kegel umschuppsen. Ziel der Übung 
war es nur die innere Reihe zu treffen, also ein Gefühl für das Fahrzeug zu 
entwickeln wenn es mal eng wird ...

 
 
Bei dieser Übung darf nur der mittlere umgekippt werden ...

 
 
Aber zurück auf die Strecke. Erneut war Vollbremsung angesagt, allerdings 
diesmal auf simulierter glatter Straße. Es mussten wieder die Geschwindig-
keiten 30 b.z.w. 60 Km/h erreicht werden um dann voll auf das Bremspedal zu 
drücken. In diesem Video durfte ich mich verewigen ...
 
 
Auch hier noch mal das ganze aus der Sicht der Fahrgäste ...
 
 
Weitere Übungen waren wenden im engen Kreis (Betriebshof oder enger Parkplatz 
simuliert) und das anlegen der Schneeketten sowie Einstellen des Fahrersitzes, 
Sitzposition oder der Spiegeleinstellung.

 
 
Einmal ging es aber noch auf die Piste um Hindernissen auszuweichen. Ziel der 
Übung nicht ins schleudern zu geraten. Man beachte vor allem den körperlichen 
Einsatz unseres Trainers. Auch hier wieder mit 60 durch das Hindernis ...
 
 
Dieser Tag hatte es in sich - Situationen, wie das Fahrzeug bis an die 
physikalischen Grenzen zu bringen oder mal richtig auf die Bremse treten sind 
eine wichtige Erfahrung. Eigene Ängste abbauen sowie Reaktionen ausloten, 
schauen wie andere Fahrer diese Situation meistern, mit all diesen Erlebnissen 
ging es am Abend zurück in das Hotel.
 
Der letzte Tag wurde noch mal hoch interessant. 
Zuvor aber noch etwas Statistik. 4.992 Omnibusunternehmen gibt es in 
Deutschland und 20.500 Reisebusse. Dies ist auch ein Markt für die Ausstatter 
von Reisebussen. Anwesend waren Vertreter der Firma Frenzel. Diese Firma 
liefert Miniküchen, Kühlschränke, Truhen sowie Kaffeemaschinen und Klein-
geräte für den Reisebus. Obwohl wir täglich mit der Bordküche arbeiten gab 
es doch noch interessantes zu erfahren. Fragen konnten vor Ort am 
Modell geklärt werden und Anregungen wurden entgegengenommen.
 
 
Nach soviel Informationen und Praxiswissen könnte man eigentlich in aller 
Ruhe wieder auf den Bus steigen ... wenn da nicht noch ein Sache wäre die 
uns immer wieder begegnen kann. 
Kontrolle durch die Polizei / BAG.
Hier hatten sich die Veranstalter und Organisatoren was ganz besonderes 
einfallen lassen. Für Fragen stand uns über die gesamte Zeit Polizeiober-
kommissar Köhler zur Verfügung.

 
 
Es war erschreckend welche Mängel an Bussen bei Kontrollen festgestellt 
wurden. Dabei hatten doch alle Busse gültigen TÜV und SP. Weiter will ich 
aber nicht in das Detail gehen. Wer mehr wissen will sollte unbedingt diese 
Seite besuchen ...


Es sind aber nicht immer gravierende Technischen Mängel die eine Fahrt 
beenden könnten, auch kleine Nachlässigkeiten können die Weiterfahrt 
verzögern. Wichtig ist z.B. eine Abfahrtskontrolle zu machen und diese auch 
nachzuweisen! Nachzuweisen sind nämlich alle Tätigkeiten - und Technischer 
Dienst ist Arbeitszeit. Verrostete Bruchstellen von abgescherten Radbolzen,
das ist eben NICHT gerade passiert und ein zu großes Lenkungsspiel kommt 
auch nicht zufällig daher. Wie lang ein Motorraum schon verölt ist - darüber 
braucht man vor Ort mit den Kontrolleuren nicht mehr streiten. 
Der Erste Technische Dienst ist also nach wie vor wichtig.
... aber erst Karte oder Scheibe stecken!
 
Am Samstag Mittag ging dann unser Sicherheitstraining zu Ende. 
Alle Teilnehmer trafen sich noch mal mit Organisatoren und Veranstaltern 
zum gemeinsamen Foto.

 
 
Bleibt mir nur noch mich zu bedanken, auch im Namen meiner Kolleginnen und 
Kollegen. Erlebnisreiche Stunden gehen zu Ende, nach Hause fahren wir mit 
sehr viel mehr Wissen und der Erkenntnis unser Arbeitsmittel, der Bus, ist 
das sicherste Verkehrsmittel - dafür sorgen Ingenieure und Techniker die 
unsere Fahrzeuge entwickeln und bauen. Moderatoren und Trainer der Verkehrs-
institut Plauen GmbH haben mit ihrem Einsatz und Wissen erheblich dazu 
beigetragen dass wir als Fahrerinnen und Fahrer noch besser werden.
 
Dafür unser Dank

Das Sicherheitstraining wird für die "95" anerkannt - ein Zertifikat wurde ausgestellt.

Aller zwei Jahre findet ein Treffen statt.
2013 war das Treffen in Ulm - besuche dazu ... Busfahrertreffen 2013
Das nächste Busfahrer-Treffen findet Ende Januar 2015 statt ...

   
Infos zu Lenk- und Ruhezeiten
 

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Zeit müsste man haben ...
 
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30.01.2017 - 7. Treffen

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