Bus Werkstatt CVAG
Hallo Busfreunde,
im März 2012 hatte ich Gelegenheit die Buswerkstatt der Chemnitzer
Verkehrs AG zu besichtigen.


Eine Universalwerkstatt für alle Arbeiten. Ein Verkehrsbetrieb mit Tradition
und Erfahrung von fast 90 Jahren Omnibusbetrieb zeigt wie Ergebnisse jahrelanger Erfahrung bei der Wartung und Instandsetzung aber auch Entscheidungen hin zu
neuen Methoden umgesetzt werden.
Im Beitrag werde ich deshalb mehrmals auf  Besonderheiten hinweisen.

Wir beginnen unseren Rundgang mit der Wartungs- und Inspektionsspur.
Bevor das Fahrzeug in die Halle einfährt wird der Fahrzeug Typ an der
3-Stempel-Hebeanlage eingestellt.
Die Stempel zum anheben des Fahrzeuges stellen sich dann automatisch
auf den Achsabstand ein. Das Fahrzeug kann vom Schlosser angehoben
und überprüft werden.




Neben anderen erfolgt hier auch die Abgasprüfung und Reifenkontrolle.
Nach der Bremsenprüfung fährt das Fahrzeug weiter zum nächsten
Arbeitsplatz. Hier efolgt die Sicherheitsprüfung (SP) die nur von
Schlossern mit einer entsprechenden Berechtigung ausgeführt wird.
Neben anderen Arbeiten z.B. die Überprüfung des Gelenkspiels
mittels Rüttelbewegungen an der Achse werden auch eigene Prüfungen
durchgeführt - wie z.B. Festsitz der Haltestangen und Sitze.


Gleichzeitig erfolgt entsprechend der vorgegeben Intervalle der Öl- und Filterwechsel. Eine Besonderheit - abgeschmiert wird wieder mit Hand.
Dies hat sich gegenüber der Zentralschmierung als besser erwiesen.
Außerdem sind meist nicht mehr als 10 Schmiernippel pro Fahrzeug
vorhanden, so das der Aufwand gering ist.


Ganz wichtig wird die Wartung der Klimaanlage eingestuft. Jede Anlage
erhält mind. 8 Std. Wartung im Jahr um die Funktionalität zu
gewährleisten. Besonderheit - die herkömmlichen Filtermatten werden
wieder statt der Papierfilter eingesetzt.
Hat das Fahrzeug die SP erhalten steht einem Einsatz nichts im Wege.

An dieser Stelle ein kleiner Rückblick zur Entwicklung im Stadtbussektor.
Ab dem Jahr 2000 gab es eine grundsätzliche Änderung in der Bustechnik.
Einer Revolution gleich hielt die Elektronik Einzug.
Vorreiter war aber schon 1997 Neoplan mit dem CAN BUS System.
Auch in der heute bekannten Antivandalismusbestuhlung im Heck war
Neoplan wieder vorn.
Hier ein Neoplan N 4014 mit "Kuschelecke" im hinteren Teil - im
März 1994 unterwegs.


So sieht die Antivandalismusbestuhlung in einem Citaro aus.


Inzwischen befinden wir uns in der Werkstatt. Hier steht ein Bus auf einer
sog. Radgreiferanlage, diese tut ihren zuverlässigen Dienst übrigens schon
seit 20 Jahren. Einziger Nachteil - der Schlosser kann keine Arbeiten an
den Rädern ausführen.


Aber auch hier hat die CVAG etwas Besonderes zu bieten.
Die sog. 3-Stempel-Hebeanlage hat bereits eine 10-jährige Bewährungsprobe hinter
sich und funktioniert ohne Fehler. Das besondere daran - die Anlage wurde in eine bereits vorhandene Grube eingebaut und funktioniert ähnlich der Anlage
in der Wartungshalle. Auch hier lassen sich die Fahrzeugtypen vorher einstellen.
Die Stempel fahren automatisch an die richtige Position.
Der Vorteil gegenüber der Radgreiferanlage - die Arbeitshöhe lässt sich auf
die Körpergröße des Schlossers einstellen und die Räder bleiben frei.




Eine "klassischen" Reperaturgrube wie sie jeder kennt ...


Wenn ein Bus geschleppt werden muss steht dieser MAN bereit.
Eine ehemalige Sattelzugmaschine, angepasst an die neue Anforderung
zum schleppen großer Lasten. Der Aufbau wurde mit zusätzlicher Last
verstärkt und eine zweite (tiefere) Kupplung gewährleistet das die
Schleppstange gerade bleibt.


Reifendienst, wie er früher noch vorgehalten wurde, ist nicht mehr
nötig. Für die wenigen Pannen (unter 5 im Jahr) gibt es ein Luftkissen
zum anheben des Fahrzeuges. Für den Transport zum Reifenwechsel reicht
dann ein kleiner Transporter der auch das Ersatzrad an Bord hat.

Die nächste Besonderheit ist diese Arbeitsbühne. Diese mobile Anlage ist auf
die gewünschte Arbeitshöhe einstellbar - für arbeiten an den Dachaufbauten an
Erdgasbussen o.a. - und kann bei Bedarf auch an einen anderen Ort geschoben werden. Die Arbeitshöhe wird mittels Kurbel eingestellt, Motoren und Elektronik konnten eingespart werden, was die Hebeanlage Wartungsfreundlich macht.




Bei den Motoren steht der Umweltfaktor ganz oben. Was beim MAN der Common Rail ist beim Benz der Motor mit Adblue. Bisher erkauften sich die Motorenhersteller die besseren Abgaswerte mit höherem Kraftstoffverbrauch. Eine Wende wird erst mit
EURO 6 eintreten. Der eigentliche Vorläufer für EURO 6 ist der D20 Motor.
Hier ein Blick auf das Filtersystem.


Abends ab 19:30 Uhr füllt sich diese Halle. 40 Fahrzeuge pro Spur werden
hier jede Nacht Fahrfertig für den nächsten Einsatz gemacht.
Das Wort "Wolke" kennt jeder Berufskraftfahrer - Wasser, Oel, Luft, Kraftstoff
und Elektrik - das wird hier kontrolliert. Zusätzlich erfolgt die Innenreinigung.


Nach der Fahrfertigmachung folgt die Waschanlage. Auch hier kann die CVAG
wieder eine Besonderheit vorstellen. Diese Waschanlage wurde auf der IAA
2004 in Hannover präsentiert und steht nun hier. Es handelt sich also um den
Prototyp der ersten LKW-Waschanlage mit Selbstbedienung.
Vorteil: Auch Fremdkunden (Bus, LKW - Hänger und sogar PKW) können
in Selbstbedienung waschen. Eine Chip-Karte wird mit den Daten zum Fahrzeug
beschrieben, so dass sich die Anlage automatisch auf die Maße des Fahrzeugs einstellt.
Für die CVAG eigene Busflotte gibt es eine Universalkarte.



Damit endet mein Bericht aus der Bus-Werkstatt der CVAG.
Ich bedanke mich bei Kollegen M. für die interessante Führung
und wünsche allzeit unfallfreie Fahrt.

Zum Abschluss zeige ich noch den Citaro O 530 LEMÜ.
Dieser 13-m Bus mit 100-er Zulassung wird für Sonderfahrten eingesetzt und
ist ausgerüstet mit Audio-Anlage, Digitalem Kontrollgerät, Sicherheitsgurten
und Handgepäckablagen. Desweiteren besteht die Möglichkeit zur Mitnahme von Rollstühlen. Dazu wird das Podest gegenüber dem Mitteleinstieg ausgebaut.







                  

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